- Bierkrüge
- Glasseidel
- Zinnprodukte
Apostelkrug ca. 1,5 Ltr., H: 22 cm ca. 1985
Historischer „Apostel“ Bierkrug – Manufaktur Girmscheid, Höhr-Grenzhausen (ca. 1985) Handgefertigt und handbemalt · Mit massivem gegossenem Zinndeckel · Montiert in Hillscheid bei Höhr-Grenzhausen Dieser außergewöhnliche historische Bierkrug aus der traditionsreichen Manufaktur Girmscheid in Höhr-Grenzhausen stammt aus der Zeit um 1980 und verkörpert eindrucksvoll die hohe Kunst des Westerwälder Steinzeughandwerks plus einem schweren Zinndeckel, gefertigt und fachgerecht montiert in Hillscheid bei Höhr-Grenzhausen, steht dieses Sammlerstück für Qualität, Detailreichtum und handwerkliche Präzision. Motiv: Die 12 Apostel Das umlaufende Relief zeigt die zwölf Apostel in sorgfältig ausgearbeiteten Einzeldarstellungen. Jede Figur ist plastisch modelliert und von Hand bemalt. Die Apostel sind in traditioneller ikonografischer Weise dargestellt – mit charakteristischen Attributen wie Schriftrollen, Buch, Kreuz oder Pilgerstab. Die Bemalung erfolgt in kräftigen, dennoch harmonisch abgestimmten Farben: tiefes Rot, kühles Blau, sattes Grün und erdige Naturtöne setzen lebendige Akzente auf dem warmen, braun schattierten Grundkörper. Die Figuren heben sich deutlich vom Hintergrund ab und verleihen dem Krug eine eindrucksvolle Tiefenwirkung. Ornamentik und Gestaltung Der Krug besticht durch seine reichhaltige ornamentale Ausarbeitung: Fein modellierte Rundbogen-Nischen rahmen jede Apostelfigur ein und erinnern an sakrale Architektur. Umlaufende Zierbänder mit floralen und barocken Rankenmotiven strukturieren die Oberfläche. Im unteren Bereich finden sich ornamental gestaltete Blüten- und Punktreliefs in Blau-, Grau- und Rotakzenten. Der Sockel ist kräftig ausgeformt und verleiht dem Krug eine stabile, wertige Präsenz. Die Kombination aus plastischem Relief, sorgfältiger Handbemalung und klassischer Formensprache knüpft stilistisch an historische Bierkrüge des 19. Jahrhunderts an und interpretiert diese in hochwertiger Sammlerqualität des späten 20. Jahrhunderts. Massiver Zinndeckel Der schwere, gegossene Zinndeckel unterstreicht den historischen Charakter des Kruges. Aufwendig reliefiert mit floralen und barocken Ornamenten Massives Scharnier mit kunstvoll ausgearbeitetem Daumenheber Hochwertige, stabile Verarbeitung Der Deckel verleiht dem Krug nicht nur funktionale Qualität, sondern auch eine repräsentative, traditionsbewusste Anmutung. Herkunft und Handwerkskunst Die Region um Höhr-Grenzhausen im Westerwald ist international bekannt für ihre jahrhundertealte Steinzeugtradition. Die Manufaktur Girmscheid steht für hochwertige, handgefertigte Keramikwaren mit kunsthandwerklichem Anspruch. Jeder Krug wurde: von Hand geformt, im Relief ausgearbeitet, individuell bemalt, sowie fachgerecht in Hillscheid montiert. Dadurch ist jedes Stück ein Unikat mit eigenem Charakter. Besonderheiten auf einen Blick Ca. 1985 gefertigt Motiv: Die 12 Apostel Handgefertigtes Westerwälder Steinzeug Aufwendige Handbemalung Schwerer, gegossener Zinndeckel Hergestellt von der Manufaktur Girmscheid, Höhr-Grenzhausen Zinndeckel gegossen und montiert in Hillscheid bei Höhr-Grenzhausen Sammlerstück mit religiösem und kunsthandwerklichem Wert Ein repräsentativer Bierkrug für Sammler historischer Keramik, Liebhaber sakraler Motive oder Freunde traditioneller deutscher Handwerkskunst.
Wirtshaus-Kanne 3 Liter, M&R handbemalt
Wirthauskanne 3 Liter, M & R, Modelleur: G. Thinwiebel Diese monumentale, 43,5 cm hohe Weinkanne mit einem Fassungsvermögen von 3 Litern ist ein herausragendes Beispiel qualitätvoller Westerwälder Steinzeugkunst aus der traditionsreichen Keramikstadt Höhr-Grenzhausen. Gefertigt wurde sie in der renommierten Marzi + Remy, einer Manufaktur, die bis zu ihrer Schließung im Jahr 1996 für kunstvoll modelliertes und handbemaltes Steinzeug höchster Güte stand. Das Modell stammt von Gustav Thinwiebel, der bereits in der Gründerzeit des Unternehmens um 1879 tätig war. Thinwiebel war bekannt für seine detailreichen, erzählerischen Reliefkompositionen, die historische und volkstümliche Szenen mit großer plastischer Lebendigkeit umsetzten. Bildmotive und Ikonographie Der bauchige Korpus zeigt umlaufende, fein modellierte Reliefszenen aus dem bäuerlich-bürgerlichen Leben. Dargestellt sind gesellige Wirtshausszenen mit Musikanten, Trinkern und fröhlichen Gesellschaften in historischer Tracht. Die Figuren sind plastisch ausgearbeitet, mit lebendiger Mimik und charaktervollen Gesten. Typisch für diese Darstellungen ist die Verbindung von Humor, Lebensfreude und moralischer Anspielung – ein beliebtes Motivrepertoire des 19. Jahrhunderts. Die farbliche Fassung erfolgt in klassischem Kobaltblau mit warmen Braun- und Ockertönen sowie fein akzentuierten, handgemalten Details in Rot- und Grüntönen. Jede Figur und jedes Ornament wurde sorgfältig von Hand staffiert, wodurch jedes Stück eine individuelle Note erhält. Die Spruchkartusche unter dem Henkel Unter dem geschwungenen Henkel befindet sich eine ornamental gerahmte Kartusche mit dem Sinnspruch: „Von der Wiege bis zur Bahre ist der Trunk das Einzig Wahre.“ Dieser augenzwinkernde Trinkspruch gehört zur traditionellen Bild- und Spruchkultur deutscher Wirtshauskeramik. Er verbindet humorvolle Lebensphilosophie mit geselliger Trinkkultur und unterstreicht die Funktion der Kanne als repräsentatives Gefäß für Wein oder Bier im festlichen Kreis. Ornamentik und plastische Details Besonders eindrucksvoll ist der plastisch ausgearbeitete Bartmann am Hals unterhalb des Ausgusses. Diese bärtige Maskaron-Darstellung geht auf die berühmten Bartmannkrüge des 16. und 17. Jahrhunderts zurück und zitiert bewusst die große Tradition rheinischer Steinzeugproduktion. Das markante Gesicht mit kräftigem Schnurr- und Vollbart wirkt archaisch und kraftvoll – ein klassisches Motiv, das Schutzsymbolik und handwerkliches Selbstbewusstsein verkörpert. Der Halsbereich ist reich mit umlaufenden Reliefornamenten, floralen Friesen und Rollwerk verziert. Die typische kobaltblaue Schlickermalerei hebt die Reliefstruktur wirkungsvoll hervor. Auch der geschwungene Henkel ist ornamental gegliedert und endet in einer fein ausgearbeiteten Volute. Der schwere, reich ornamentierte Zinndeckel wurde von Hand gegossen und montiert von einem Zinngießer aus Hillscheid. Die reliefierte Daumenrast sowie die ornamental gestaltete Deckelplatte unterstreichen die hochwertige handwerkliche Ausführung. Der Deckel ist nicht nur funktional, sondern integraler Bestandteil der ästhetischen Gesamtwirkung. Technische Daten Herkunft: Höhr-Grenzhausen, Deutschland Manufaktur: Marzi + Remy Modell: Gustav Thinwiebel (1853–1933) Fertigung: vollständig handgearbeitet und handbemalt Material: salzglasiertes Steinzeug Deckel: massiver, handgegossener Zinndeckel Fassungsvermögen: ca. 3 Liter Höhe: ca. 43,5 cm Gesamtwürdigung Diese Weinkanne vereint kunsthistorische Referenz, handwerkliche Exzellenz und repräsentative Präsenz. Sie ist nicht nur Gebrauchsgefäß, sondern ein erzählendes Objekt – ein Stück deutscher Keramiktradition, das Geselligkeit, Geschichte und meisterhafte Modellierkunst in sich trägt. Ideal für Sammler qualitätvoller Westerwälder Keramik, Liebhaber historistischer Steinzeugkunst oder als außergewöhnliches Ausstellungsstück mit musealem Charakter